Digitalisierung des Wertstoffhandels – 3 Fragen an Matthias Spanic, Gründer und Geschäftsführer scrappel GmbH

Im Frühjahr dieses Jahres ist scrappel gestartet, ein digitaler Marktplatz für den Wertstoffhandel. In einer Desktop- und mobilen Applikation, die eher eBay, WhatsApp oder dem Facebook Messenger als einer klassischen Handelsplattform ähnelt, finden Anbieter und Abnehmer von Buntmetall und Eisenschrott zueinander und verhandeln die besten Preise und Liefermengen. Wir haben bei Matthias Spanic, Gründer und Geschäftsführer von scrappel, nachgefragt, wie es um die Digitalisierung des Wertstoffhandel steht.

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Matthias Spanic, Gründer und Geschäftsführer von scrappel (Bild ©scrappel)

1. Als Vertriebsplattform für Wertstoffe beschreitet scrappel neue Wege im E-Commerce, die spannende Anknüpfungspunkte im B2B-Bereich mitbringen. Was macht scrappel so clever und besonders?
Matthias Spanic: Während der Entwicklung von scrappel haben wir mit unseren potentiellen Kunden, den Händlern, gesprochen, um mit ihnen gemeinsam Anforderungen an die Plattform zu skizzieren. Aus diesen Gesprächen sind dann die Produkte und Services entstanden, die scrappel bietet.
Die Faktoren Vertrauen, Sicherheit und Zuverlässigkeit finden sich bei scrappel nicht nur in der finalen Bewertung zwischen den Handelspartnern, sondern beginnen bereits bei deren Registrierung. Bevor Nutzer auf die Plattform kommen, werden sie mit unserem Partner IDnow via Video-Ident verifiziert. Vom Handelsprozess selbst über den Transport, die Abnahme der Wiegenote zwischen den Handelspartnern bis hin zur Auswahl von Finanz- und Versicherungsprodukten bilden wir den analogen Prozess nahezu 1:1 ab. Dabei ergänzen wir ihn mit Produkten, die ansonsten diverse Zugangsvoraussetzungen wie Mindestumsätze unterliegen. Dadurch beschleunigen wir die Prozesse und sorgen für Transparenz für alle Teilnehmer. Dabei nehmen wir unsere Partner in jedem Prozess an die Hand und geben ihm genau die Mehrwerte, die er sich wünscht.

2. Warum fiel die Wahl für die Umsetzung der App auf commercetools?
Matthias Spanic:  Wir haben einen Partner gesucht, der uns die Möglichkeit bietet, flexibel und agil in der Umsetzung zu sein. Zudem wollten wir neben der Beratung auf eine Technologie setzen, die wir zukünftig auch Dritten einfach zur Verfügung stellen können und die wir leicht integrieren können. Wir leben und lieben den Gedanken „API First“ und sind deshalb überzeugt, mit commercetools auf den richtigen Partner gesetzt zu haben. Das hat sich bislang auch bewahrheitet. Neben der Technologie, die die Plattform bietet, sehen wir commercetools als Sparringspartner bei der technologischen Weiterentwicklung.

3. Ihr seid mit scrappel sehr früh auf den Markt gekommen. Warum geht Ihr mit einem Minimal Marketable Product (MMP) an den Start statt einem Minimum Viable Product (MVP)? Was sind die Vorteile?
Matthias Spanic: Wir sind vielmehr zum richtigen Zeitpunkt an den Markt gegangen. Ein Marktplatz ist kein „Produkt von der Stange“. Die gelebten Prozesse der Teilnehmer bestimmen den Aufbau. Wir haben zu Beginn der Kundenbefragung darauf geachtet, welche Wünsche die Teilnehmer, also unsere Kunden, haben und welche Anforderungen für sie elementar sind. Nach dieser Maßgabe haben wir die Plattform mit unserem IT-Partner entwickelt. Mit einem Blick nach links und rechts auf den Markt wollten wir uns abgrenzen zu bestehenden Angeboten. Das hat den Ausschlag hin zum „Minimal Marketable Product “ gegeben.  
Mehr dazu, wie scrappel den Schrotthandel revolutioniert, erfahren Sie von Matthias Spanic beim E-Commerce-Roundtable „Business Development für Innovatoren“ am 04.06.18 in Frankfurt am Main und am 07.06.18 in Düsseldorf.
Am 04.06.18 in Frankfurt am Main
Zeit: 16:00 Uhr (ab 19:30 Uhr Get-together und Open End)
Ort: Radisson Blu Hotel Frankfurt am Main | Franklinstrasse 65 | 60486 Frankfurt 

Am 07.06.18 in Düsseldorf
Zeit: 16:00 Uhr (ab 19:30 Uhr Get-together und Open End)
Ort: Radisson Blu Scandinavia Hotel | Hammer Strasse 23, MedienHafen | 40219 Düsseldorf

Hier geht’s zum Programm: https://ok.commercetools.com/speedboot-events

(1) MVP steht für ein Produkt, das die minimalen Anforderungen und Eigenschaften erfüllt, um auf den Markt zu kommen. Es wird möglichst schnell mit den nötigsten Funktionen versehen (wie z.B. einer Landingpage), dann veröffentlicht und mit dem Feedback potentieller Kunden weiterentwickelt. Die Investitionen sind also gering und das finanzielle Risiko dadurch auch. Das MMP kann als Output des MVP angesehen werden. Es ist exakt mit dem minimalen Wert angereichert, den es benötigt, um am Testmarkt erfolgreich zu sein. Gemeinhin wird es als ideale Vorgehensweise für lean-orientierte Startups angesehen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden.
Bildquelle: © scrappel

Von | 2018-07-24T11:57:43+00:00 4. Juni 2018|Blog|Keine Kommentare

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