Runde Tische & schnelle Boote

In dieser Woche haben wir gemeinsam mit unserem Partner ARITHNEA zwei Roundtables in Frankfurt und Düsseldorf veranstaltet. Unser Thema: Business-Agilität. Übersetzt: Wie schaffen es vor allem große Konzerne, zu experimentieren und schnell Innovationen auf den Markt zu bringen? Im ersten Vortrag des Tages vergleicht Robert Queck (Leiter Competence-Center E-Commerce bei ARITHNEA) dazu Konzerne mit großen, schwerfälligen Containerschiffen, die sich zunehmend gegen disruptive Startups – also schnelle, extrem wendige Schnellboote – zur Wehr setzen müssen.
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Sein Lösungsansatz: aus den Konzernstrukturen ausbrechen, in kleinen Teams agil MVPs an den Markt zu bringen und diese iterativ verbessern, anstatt langwierige und komplexe Projekte durchzuführen mit der Gefahr, komplett am Bedarf seiner Kunden vorbeizuentwickeln und schnelleren Mitbewerbern das Feld zu überlassen.
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In dieselbe Kerbe schlug Dirk Hörig, Gründer und CEO von commercetools. Laut seines Vortrags eignen sich vor allem Mobile-First-Projekte für eine agile Arbeitsweise. Der Grund: Unternehmen befinden sich bei klassischen, Desktop-basierten Projekten in einer Komfortzone, die zu Komplexität verführt. Konzentriert man sich jedoch auf mobile Geräte, mit denen Kunden auf komplett andere Weise interagieren, sind neue Prozesse, Denkweisen und Werkzeuge nötig. Der perfekte Nährboden für eine MVP-basierte Strategie.

Wertstoff-Marktplatz scrappel: Go-Live nach 6 Monaten

Als einer der Gründer des Startups scrappel berichtete Matthias Spanic im Anschluss sehr anschaulich, wie solch eine Vorgehensweise in der Praxis aussehen kann. Als komplett unabhängige Ausgründung eines großen Recyclingunternehmens konzentriert sich sein Team auf schnelle Entwicklung eines Marktplatzes für den Wertstoffhandel, der komplett auf einer mobilen App beruht. (Weitere Informationen zur Strategie von scrappel finden Sie in diesem Interview.)
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Nach seinem Vortrag, zu dem es viele interessierte Fragen aus dem Publikum gab, vertieften die Referenten die wichtigsten Themen in einer Roundtable-Diskussion. Es ging dabei etwa um die Frage, woran man erkennt, dass ein Unternehmen „reif“ für einen agilen Ansatz ist, wie sich das Knowhow des „Speedboots“ wieder zurück in den Mutterkonzern übertragen lässt und wo die Grenzen eines MVP-Ansatzes liegen.
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Im letzten Vortrag des Abends zeigte Verena Menzel, Creative Director bei ARITHNEA sehr unterhaltsam, wie man mit Prinzipien des Design-Thinking und unter Zuhilfenahme von Papier-Prototypen die Entwicklungszeit von Benutzeroberflächen drastisch verkürzt.
Den Abschluss des Tages bildete ein gemütlicher Ausklang bei einem reichhaltigen Buffet, bei dem die Themen des Tages weiter diskutiert und Kontakte geknüpft wurden. Wir möchten uns recht herzlich bei allen Teilnehmern und Referenten für die gelungenen zwei Tage bedanken und freuen uns auf ein nächstes Mal.
(Foto: iStock)

Von | 2018-07-13T01:07:32+00:00 8. Juni 2018|Blog|Keine Kommentare

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