Selber programmieren oder auf ein Framework setzen? – 5 Fragen an Richard Leitgeb, Gründer und Inhaber Secureo GmbH

In den mittlerweile vier Online-Shops für Tresore und Schließsysteme finden Kunden alles, was sie für die bestmögliche Absicherung von Gebäuden benötigen, plus die Montage. Im Interview verrät uns Richard Leitgeb wie das Tiroler Startup Secureo verstaubte Schlüsseldienste hinter sich lassen will und warum nach drei Jahren ein Neustart mit commercetools auf dem Plan stand.

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Richard Leitgeb, Gründer und Inhaber Secureo GmbH ©Secureo

1. Euere Kunden legen Wert auf Sicherheit. Sie schaffen sich hochwertige Tresore und Schließsysteme an. Sie kaufen und konfigurieren online. Sie möchten ein individuelles Einkaufserlebnis, das wiederum oft auf gesammelten und gespeicherten Kundendaten beruht. Da stehen just Datenschutzbedenken auf der Agenda. Wie sicher ist der Kauf einer Sicherheitslösung im Online-Shop von Secureo?
Richard Leitgeb: Datenschutz ist natürlich ein sensibles Thema bei einem Onlinekauf von Sicherheitsprodukten. Wir setzen hierbei nur auf höchste Sicherheitsstandards und Zertifizierungen, deshalb haben wir auch der DSGVO gar nicht so kritisch entgegengeblickt. Unsere Kunden haben schon von Anfang an, also seit unser Shop 2014 live gegangen ist, die Möglichkeit, die vorhandenen Online-Daten löschen zu lassen. So kann niemand mehr einen Zusammenhang zwischen Adresse und beispielsweise dem bestellten Tresor herstellen. Außer natürlich unsere Offline-Buchhaltung. Mit der DSGVO starten viele quasi auf einer Linie neu, was für junge Unternehmen auch von Vorteil sein kann.

2. 4 Jahre, 4 Shops, fast 40 Länder – Secureo hat ein rasantes Wachstum hingelegt und sich aufgemacht, zum größten Onlinehändler für Sicherheitsprodukte mit erweiterten Montagedienstleistungen in Europa zu werden. Was ist für euch das größte Learning aus den ersten, sehr erfolgreichen Jahren E-Commerce?
Richard Leitgeb: Wir haben uns von Beginn an durch Bootstrapping, also ohne externe Gelder, finanziert und waren schon ab dem ersten vollen Geschäftsjahr profitabel. Im Nachhinein hätten wir bereits nach dem zweiten, ebenfalls profitablen Jahr einen Kapitalpartner suchen sollen, um eine offensive Skalierung vornehmen zu können. Aus heutiger Sicht würde ich hierfür nicht mehr einfach so Eigenkapital einsetzen, da man im E-Commerce-Sektor durchaus 2-stellige Millionen-Investments benötigt um schnell wachsen zu können.

3. Im Sommer 2017 habt ihr euch für einen kompletten Neustart auf Basis der commercetools-Plattform entschieden. Warum?
Richard Leitgeb: Wir sind quasi mit einem ‚Einsteiger-WaWi-System‘ und dem dazugehörigen Shop gestartet. Das war allerdings nicht selbst programmierbar, was uns in der Flexibilität der Geschäftsprozesse und vor allem der User Experience ziemlich eingeschränkt hat. Daher haben wir uns die Frage gestellt: Selber programmieren oder auf ein Framework setzen? Mit commercetools haben wir dann die perfekte Lösung gefunden, da wir zwar in der Gestaltung komplett frei sind, aber viele Prozesse trotzdem nicht selber programmieren müssen. Somit kann unser Relaunch sehr schnell umgesetzt werden, nach knapp drei Monaten sind wir nun fast durch.

4. Was waren die größten Herausforderungen bei der Umsetzung?
Richard Leitgeb: Da wir vier Shops einem Relaunch unterzogen haben, mussten wir unser altes ERP System anbinden und parallel dazu bereits die Prozesse für den Umstieg auf Salesforce vorbereiten. Hier eine Interimslösung zu finden und zu planen war eine größere Herausforderung.

5. Ihr betreibt auch einen Online-Shop für Design-Briefkästen. Was haben die mit Sicherheitstechnik, wie sie in Tresoren steckt, zu tun?
Richard Leitgeb: Eigentlich nicht sehr viel, aber es gehört oftmals dazu, seinen Briefkasten mit dem gleichen Schlüssel wie seine Haustüre sperren zu können, zum Beispiel bei einem Schließanlagenprojekt. Außerdem wollte ich persönlich damals einfach einen Shop haben, der etwas mehr auf Lifestyle ausgerichtet ist als Tresore und Schließzylinder. Das klingt ja doch für den ein oder anderen ein bisschen angestaubt.

Die Tresor Online Shops www.tresoro.de und www.tresoro.at zählen bereits zu den führenden Shops für Tresore in Deutschland und Österreich.
Im Digital-Zylinder-Shop finden Kunden elektronische Schließanlagen, die sich per Fingerabdruck, Smartphone, Chip und Co. bedienen lassen.
Design-Briefkästen deutscher Markenhersteller finden sich im Arcao-Design Shop.

Von | 2018-07-20T11:23:43+00:00 17. Juli 2018|Blog|Keine Kommentare

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