Himmlisch: 14 Millionen Bücher in der Cloud bei C.H.Beck

Der Verlag C.H.Beck wurde vor knapp 250 Jahren in München gegründet und gilt damit nicht nur als eines der ältesten und traditionsreichsten Verlagsunternehmen in Deutschland, sondern auch als Marktführer im Bereich juristische Literatur. Bei aller Tradition aktualisiert das Unternehmen seine Software-Infrastruktur so umfangreich, dass es mühelos mit “hippen” Start-ups mithalten kann. Stichworte ‘Cloud’ und ‘Microservices’: Zusammen mit der Digitalagentur dotSource migriert der Verlag seine Prozesse in die Cloud und nutzt dabei einen smarten Mix aus der commercetools-Plattform und individuellen Microservices.

Warum? Nach über 15 Jahren ist die peu à peu gewachsene, monolithische Eigenentwicklung in die Jahre gekommen und musste aktualisiert werden. Ziel war es, in Zukunft Anpassungen an Markttrends, das Portfolio, die eigenen Anforderungen schneller und kostengünstiger entwickeln zu können. Da die neue Infrastruktur in der Azure-Cloud von Microsoft läuft, werden außerdem Kosten gespart. Denn auch wenn C.H.Beck auf den ersten Blick nicht nach dem Innovationstreiber schlechthin aussieht, haben es die Anforderungen an die eigene Infrastruktur in sich: 14 Millionen Produkte in fast genau so vielen Kategorien müssen gepflegt werden und schnell abrufbar sein, bei zwei bis fünf Millionen Datensatzänderungen täglich. Vor diesem Hintergrund bleibt eigentlich keine andere Option als eine skalierende Plattform wie die von commercetools.

Für die Umsetzung wurden zunächst die technischen Ziele vereinbart: Der Funktionsumfang der bisherigen Plattform sollte erhalten bleiben aber möglichst entkoppelt und in einzelne Anwendungen aufgeteilt werden. Dort, wo es möglich war, sollten Standardtechnologien zum Einsatz kommen. Diese wurden dann mit einem Netzwerk von Microservices verwoben. Einen großen Migrationsplan gab es laut Projektmanager Dr. Carl Heinze dabei nicht, stattdessen hat man die Änderungen Schritt für Schritt durchgeführt. In einem zehnmonatigen Realisierungszeitraum wurden auf diese Weise knapp 80 Microservices individuell erstellt, die heute automatisiert in der Azure-Cloud betrieben werden. Sie ergänzen die flexiblen API-Endpunkte der commercetools-Plattform, über die Standardfunktionalitäten wie Produktinformationen, Warenkorb und Checkout abgebildet werden.

Im folgenden Webinar-Mitschnitt geht Mirco Gatz, Techlead bei dotSource, im Detail auf die neue Infrastruktur ein:

Von |2018-11-30T18:19:07+00:0030. November 2018|Blog|Keine Kommentare

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