Einblicke in den Berufsalltag jenseits von Geschlechterklischees: Das soll der bundesweite „Girls´ Day Zukunftstag 2019“ am 28.03. bewirken. Hier können Mädchen vor allem in Berufe und Studienfächer im MINT-Bereich hineinschnuppern, in denen bisher wenige Frauen arbeiten. MINT steht für „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“ und umfasst damit tatsächlich die Studien- und Berufsfelder, in denen Frauen bisher eher selten zu finden sind. Das soll sich ändern.

Umso wichtiger, als die Gesellschaft für Informatik (GI) gerade den Ratgeber „Kompetenz für informatische Bildung im Primarbereich“ veröffentlicht hat. Daraus geht einmal mehr hervor, dass bereits in den Grundschulen Informatikinhalte und -kompetenzen vermittelt werden sollen. Nur so könne weiterhin eine „bewusste Teilnahme am Leben in unserer Gesellschaft, aber auch die konstruktive Mitgestaltung unserer Lebenswelt“ möglich sein. (1)

Auch in Programmierberufen sind weibliche Mitarbeiter bisher eher in der Unterzahl. Gut also, dass sich bei commercetools in den Büros in München und Berlin am 28.03. insgesamt fast 30 Mädchen einfinden, um hinter die Kulissen zu gucken und herauszufinden, welche Berufsfelder und Entwicklungschancen es bei einem Unternehmen gibt, dass eine E-Commerce-Plattform baut.

Das Programm in Berlin: Spaß am Programmieren

Spielerisch werden hier 20 Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren an das Programmieren herangeführt. Die Nachwuchstalente können auf den Entwicklungsumgebungen von Scratch, Calliope und Lego Mindstorm den Praxistest machen. Gemeinsam gehen sie erste Schritte im Bereich Spieleentwicklung und Animationen. Coach Laura kümmert sich um die jungen Gäste. Die Softwareentwicklerin hat bereits ihre Abschlussarbeit bei commercetools geschrieben, begleitet junge Kolleginnen als Mentorin bei ihren ersten Schritten in der Firma und organisiert Hackathons für Mädchen und junge Frauen (Hackdays4Girls). Sie vermittelt die Begeisterung fürs Programmieren also beruflich und privat mit Leidenschaft.

Hajo Eichler, CTO im Berliner Büro, hat selbst Kinder und organisiert schon mal einen LEGO-Samstag im Büro: „Wir wollen zeigen, dass wir einen spannenden Arbeitsalltag haben. Beim Programmieren werden die Mädchen sehen, dass es eigentlich fast nichts gibt, was man online nicht machen kann. Ich hoffe, dass sie sich von unserer Begeisterung anstecken lassen und Spaß daran entwickeln.“

Girls´ Day in München: Ein Tag in der Programmierwerkstatt

Auch im Süden schauen Mädchen hinter die Kulissen von commercetools. Acht junge Besucherinnen werden selbst programmieren und auch hier damit spannende Dinge erschaffen. CEO Dirk Hoerig hat selbst zwei Kinder und freut sich schon auf den Besuch: „Wir werden gemeinsam ein paar einfache, aber spannende Programmierübungen machen – vielleicht sogar einen Roboterarm dazu bringen, dass er sich bewegt und nach einem Kuli oder Keks greift. Mir ist es wichtig, den Mädchen zu zeigen dass Programmieren auf keinen Fall Jungssache ist. Sie sollen Selbstvertrauen im Hinblick auf IT entwickeln – abseits von Geschlechterklischees.“

(1) https://www.heise.de/newsticker/meldung/Informatische-Bildung-Grundschueler-sollen-Algorithmen-programmieren-koennen-4307282.html