Sind Sie Musikliebhaber, Analytiker oder kreativer Kopf? Sportskanone, Machertyp oder Globetrotter? Wer sich bei Flaschenpost.ch zum passenden Wein beraten lassen möchte, kann, nachdem zumindest Farbe und Preissegment geklärt sind, im Winefinder zunächst ein wenig über sich selbst sinnieren. Danach darf man sich den persönlichen Weinberater aussuchen – z.B. Florian aus dem Produktmanagement, der eine Band gegründet hat, den Stil der 60er liebt und Schallplatten sammelt. Nach Rebsorte und Essen, zu dem der Wein passen soll, wird der Anlass ausgewählt – beispielsweise „Apéro“, „Philosophieren oder Tratschen“, „Gipfeltrunk“ oder „Kinder ins Bett bringen“.

Danach bleiben noch einige verblüffende Kategorien, durch die potentielle Kunden sich klicken dürfen, bis ihnen die Winefinder-Treffer ausgespielt werden. Das macht richtig Spaß – und kommt einem Beratungsgespräch in der Lieblings-Weinhandlung ums Eck sehr nah. Aus gutem Grund bezeichnen die Gründer Renzo Schweri und Dominic Blaesi Flaschenpost nicht Online-Shop, sondern als „die größte Online-Weinhandlung der Schweiz“. Mit ihrem neu eingerichteten Winefinder kommen sie diesem Credo jetzt noch näher. Folgen soll ein Abosystem, das treuen Kunden genau den Wein sendet, der ihnen auch schmeckt. Denn Schweri und Blaesi sind überzeugt, dass vor allem das individuelle Kauferlebnis darüber entscheidet, welche Player im Onlinehandel sich von der Konkurrenz abheben und Kunden binden.

Natürliches Wachstum für den Weinhandel von morgen

Aber zurück auf Anfang. Gegründet 2007 in der Züricher WG-Küche der Wirtschaftsstudenten Blaesi und Schweri mit dem Ziel, ein Amazon für Weinfreunde ins Leben zu rufen, hat sich Flaschenpost rasant entwickelt. Begann man noch mit 2.000 Weinen und knapp 10 Partner-Weinhandlungen, vereint Flaschenpost heute die 100 renommiertesten Schweizer Weinhandlungen unter seinem Dach. Die rund 100.000 Kunden können aus 30.000 erlesenen Weinen aus aller Welt wählen – und holen sich so unkompliziert und bestens beraten Rebensaft aus aller Welt nach Hause.

Doch wie lässt sich diese Vielzahl an Sorten, Kunden, Kaufprozessen – kurz gesagt: Daten – technisch bewältigen? 2007 hatten die beiden Gründer Flaschenpost auf Basis einer Eigenentwicklung gelauncht. Bereits ein Jahr später ergänzten sie diese um eine Weinshopping-App, 2014 wurde das System von einem neuen Shop auf Magento-Basis abgelöst. Doch war auch hier die monolithische Struktur mit der Zeit schwerfällig und unflexibel geworden. „Unser bestehender Shop war verbaut, da er über die Jahre immer wieder individuell angepasst worden war“, berichtet Schweri. „Es wurde immer komplizierter, langwieriger und daher auch sehr teuer, neue Features zu entwickeln.“

Perfektes E-Commerce für edle Tropfen

„Um für unsere künftigen Vorhaben und Herausforderungen Flexibilität zu gewährleisten, war uns klar, dass wir eine Headless-Architektur brauchen“, berichtet Blaesi vom Entscheidungsprozess für das neue System. „Damit erreichen wir Unabhängigkeit zwischen Frontend und Backend, können unkompliziert Aktionen und Strategien testen und erreichen eine schnelle Time-to-market.“

Blaesi und Schweri setzten auf die bewährte Kombination aus commercetools im Backend und Frontastic als Frontend Management System. Damit wurden die komplizierten Prozesse plötzlich ganz einfach. Durch die flexibel kombinierbaren Microservices und die unkomplizierte Implementierung über API-Schnittstellen konnte der neue Online-Weinhandel zeitnah umgesetzt werden. Oberste Priorität für den Relaunch war ein möglichst individuelles Erlebnis beim Weinkauf.

Wie Flaschenpost die Software-Migration von Magento 1 zu einer Kombination von commercetools und FRONTASTIC balanciert und dabei noch die aufgrund der Pandemie stark gestiegene Nachfrage balanciert erzählt Flaschenpost-CTO Johannes Klaiber im ShopTechBlog.

Am besten probieren Sie den  Winefinder selbst aus. Cheers.