Business Blog Der Aufstieg eines eFood Marktplatzes: Die E-Commerce Perspektive – 3 Fragen an David Yasli, CPO REWE Digital GmbH

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Stephanie Wittmann
January 2020

Nachdem REWE seine hundertprozentige Tochter REWE digital gegründet hatte, suchte man nach einem Partner für die neue Herausforderung auf dem Online-Markt. Schnell fiel die Wahl auf commercetools – ein kluges und unkompliziertes Baukastensystem mit Microservices, das sich mit Eigenentwicklungen kombinieren ließ. Zeit, auf diese fünf Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit einen Blick zu werfen.

Im ersten Blogartikel beleuchteten wir das Marketingkonzept von REWE digital und die Rolle, die commercetools darin spielt. Jetzt wenden wir uns dem zu, was wir am besten können: E-Commerce. Dafür sprachen wir mit David Yasli, CPO E-Commerce bei REWE digital.

eCommerce perspective of an eFood Marketplace

E-Commerce lebt vom schnellen Adaptieren neuer Technologien, vom Ausprobieren, von Versuch und Scheitern. Wie stellt REWE digital die Weichen für einen agilen Mindset, technologisch aber auch organisatorisch?

David Yasli: Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Verantwortung zu übernehmen und selbstständig zu arbeiten. Experimentieren und Testen gehören da ganz selbstverständlich dazu, wenn man Vorreiter sein möchte. Wenn es Ideen zu neuen Funktionen gibt, setzen wir sie auf schnellem Weg um, um sie anhand von messbaren Daten (KPIs) testen zu können. Erst wenn die KPIs erfolgversprechend sind, beispielsweise die Funktionen mehr Umsatz bringen, werden sie skaliert. Dann ist nachgewiesen, dass sich die Investition – in unserem Fall Programmierarbeit – auch wirklich lohnt. Es geht also auch immer um die Quantifizierung von technischen Themen aus betriebswirtschaftlicher Perspektive: Lohnt sich der eingesetzte Programmieraufwand im Hinblick auf den EBIT?  

Warum hat man sich bei REWE digital für eine Mischung aus Eigenentwicklung und commercetools entschieden?

Wir betrachten die Anforderungen für einen bestimmten Geschäftsbereich über einen Investitionszeitraum von mehreren Jahren, dann entscheiden wir, ob wir selbst entwickeln oder einkaufen. Und nach diesem Prozess haben wir uns für eine Mischung aus Eigenentwicklung und commercetools entschieden, da das für uns am effizientesten war.

Wo zieht REWE digital die Eigenentwicklung vor und wo kommt commercetools zum Einsatz? Wie wird hier entschieden? Gibt es eine Art Richtlinie?

Eine konkrete Richtlinie haben wir bei make-or-buy-Entscheidungen nicht. Stattdessen arbeiten wir mit einer Art Checkliste, anhand derer wir Kriterien wie Anschaffungs-, Maintenance- und Lizenzkosten abfragen. Eine wirtschaftliche Kerngröße, die wir uns sehr genau ansehen, ist die time-to-market. Softe Faktoren wie zwischenmenschliche Beziehungen und der persönliche Kontakt zu commercetools spielen aber natürlich auch eine Rolle.

Wie stellen Sie sicher, dass die Plattform zu Spitzenzeiten ausreichend skaliert?

Wir setzen konsequent auf cloudbasierte Lösungen statt eigener Hardware sowie auf eine Microservices-Architektur, die sich jederzeit ergänzen lässt. Im Backend setzen wir dazu grundsätzlich auf das Paradigma der reaktiven Programmierung. Auch bei der Implementierung des Frontend ist die Skalierbarkeit wichtig. 

Während wir ersten Teil unserer Reihe mit Bassel Soukar über Marktplätze im Lebensmittelhandel und den REWE Paketservice gesprochen haben, steht uns im dritten und letzten Teil Thomas Vidic, System Architekt REWE digital, Rede und Antwort zur technologischen Umsetzung.

Mehr über REWE digital als Wegbereiter für die Digitalisierung der REWE Group gibt es auf der Webseite.

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Stephanie Wittmann
January 2020

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